Die Grünen in Pasching
geschrieben von Hans Schwerer
Sonntag, 23. September 2009
Es war ursprünglich nicht meine Absicht in die Politik einzusteigen, sondern lediglich zu helfen, dass die Grünen in Pasching weiterbestehen.
Die Grünen in Pasching haben sich 2002/2003 gefunden und traten bei der Gemeinderatswahl 2003 erstmalig an. Als Grün-Wähler war ich bereits damals interessiert und nahm auch an einer Stammtischdiskussion teil.
Die Grünen Pasching erzielten bei der Wahl 10,7 % der Stimmen und 3 Mandate – Herr Obermayr wurde Fraktionsobmann, die Herren Hofstadler und Geroldinger waren die weiteren Gemeinderäte.
In den folgenden Jahren war die Politik der Grünen Pasching erfrischend und erfolgreich. In der Grünen Zeitung wurden die Missstände aufgezeigt und es waren maßgeblich die Grünen, die Herrn Böhm zum Rücktritt brachten.
Leider trat Herr Obermayr nach diesem Erfolg und der Bürgermeisterwahl
zurück. Danach geschah seitens der Grünen nach außen
nichts mehr – jedenfalls gab es mangels Zeitung keinerlei
Informationen. Auch die Homepage wurde nicht mehr gewartet und war
letztlich nicht mehr aktiv. Anstelle von Herrn Obermayr rückte
Frau Hofstadler nach und übernahm die Stelle des Fraktionsobmannes.
Im Juni las ich in den OÖN, dass die Grünen Pasching
zu 98 % nicht mehr antreten werden. Bestürzt darüber bot
ich mittels E-mail meine Unterstützung an. Da es darauf keine
Reaktion gab, wiederholte ich mein Angebot im Juli an die Grüne
Landesorganisation.
Sehr überrascht war ich angesichts der raschen und positiven
Reaktion und fand mich plötzlich als Hoffnungsträger,
da inzwischen Herr Hofstadler im Namen der Ortsgruppe offiziell
erklärt hatte, nicht mehr anzutreten.
Ich wurde von den Landesgrünen gebeten, eine Grüne Liste aufzustellen und ich war bereit, diese Verantwortung zu übernehmen.
Ich hatte ein ausführliches Gespräch mit Herrn Obermayr – über seine Zeit, sein Ausscheiden und die Zeit danach. Er übergab mir seine Unterlagen auf CD und auch die Zusage zu einer Solidaritätskandidatur.
Nachdem ich viele Kontakte geknüpft und auch MitstreiterInnen
gefunden hatte, versuchte ich auch die derzeitige Gruppe zu kontaktieren
und zu einer Solidaritätskandidatur zu bewegen. Am Telefon
bestätigten mir Frau Hofstadler und Herr Geroldinger wortreich
den Frust und das Nicht-Antreten, doch dürfte ich mit meinem
Ansinnen in ein Wespennest gestochen zu haben.
Eine Woche später erklärten Herr und Frau Hofstadler, sowie
Herr Geroldinger mit seiner Lebensgefährtin, dass sie nunmehr
doch antreten würden.
Es stellt sich die Frage, wie diese Gruppe weiter mit der Verantwortung umgeht und wie lange diese Trotzkandidatur halten wird.
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