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Die Donauschwaben in Langholzfeld - Migration heute
geschrieben von Hans Schwerer
Freitag, 14. August 2009
In den 50/60er Jahren "eroberten" die Donauschwaben Langholzfeld. Die Bevölkerungszahl in dieser Zeit verdreifachte sich. Die Donauschwaben, Kriegsflüchtlingsfamilien aus Jugoslawien (Batschka, Banat ...)
hatten sich mit viel Fleiß und Entbehrung aus dem Nichts angesiedelt und Eigenheime gebaut, die noch heute das Bild von Langholzfeld bestimmen.
Sicherlich gab es am Anfang auch Schwierigkeiten – die Sprache war zwar Deutsch, aber doch anders, und auch Kleidung und Verhalten waren nicht ganz konform. Inzwischen, in der 3. und 4. Generation, ist die Eingliederung vollzogen.
Ich stamme aus der 2. Generation und meine Eltern bauten ihr Haus in Leonding-Hart und ich weiß über meine Kindheit (in Linz-Neue Heimat), dass Wohlwollen vorhanden war, mehr aber die Verspottung über das Anders-Sein.
Worauf ich hinaus will, ist, dass auch in diesem einfacheren Fall von Integration nicht alles reibungslos vonstatten ging und es längere Zeit gedauert hat. Meine eigenen Erlebnisse haben mich geprägt und dafür gesorgt, dass mir Integration und die Achtung von Menschenrechten wichtig ist.
Jede Volksgruppe hat in ihrer Art Vorzüge (und vielleicht auch unliebsame "Besonderheiten") – bei den Donauschwaben war und ist der Vorzug Fleiß und Bescheidenheit und dafür danke ich.
Mein Wunsch – und unser Wunsch – ist es, dass wir auf Menschen mit Migrationshintergrund vorurteilsfrei zugehen und ihnen durch Entgegenkommen die Integration erleichtern. Und nicht nur negative Einzelfälle (oft nur vom Hörensagen bekannt) verallgemeinern oder nur das für uns Unverständliche sehen, sondern das Anderssein auch akzeptieren können.
Allein wie wir Menschen mit Migrationshintergrund begegnen, indem wir ihnen – zumeist unbewusst – verbieten, die gleichen Rechte zu haben, bewirkt die Ab- und Ausgrenzung. Ausländische MitbürgerInnen müssen nicht dankbar dafür sein, geduldet zu werden und dass ihnen vielleicht großzügig auch Rechte zugestanden werden. Sie haben die gleichen Rechte und natürlich auch die gleichen Pflichten und sind für ihr Tun und ihr Unterlassungen verantwortlich.
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