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Der Voranschlag 2012
geschrieben von Hans Schwerer
Freitag, 16. Dezember 2011
Der Voranschlag 2012 ist ausgeglichen, kommt ohne Neuverschuldung
aus, die Projekte im außerordentlichen Haushalt sind großteils
maßvoll und notwendig - dem Voranschlag 2012 konnte daher
seitens der BLUME zugestimmt werden.
Nicht unerwähnt darf aber bleiben, dass der Haushaltsausgleich
wieder nur mit massiven Grundverkäufen möglich ist.
Der ordentliche Haushalt 2012 hat im Voranschlag noch immer ein
Minus von einer Mio. Euro, die durch Auflösung von Rücklagen
ausgeglichen werden. Diese Rücklagen entstammen aus dem erwarteten
Überschuss an Grundverkäufen 2011.
Der außerordentliche Haushalt 2012 mit zwei Mio. Euro an Ausgaben
wird durch Grundverkäufe und den Wasser- und Kanalanschlussgebühren
(aus den Neubauten auf den verkauften Grundstücken 2010 und
2011) finanziert werden.
Da aufgrund der Grundverkäufe - nach 2011 - auch 2012 keine
neuen Darlehen notwendig sein werden, reduziert sich durch die Tilgungen
der Darlehensstand auf 21,1 Mio. Euro. Allerdings sind die 2,7 Mio.
Euro Schulden der Kommunalgeselschaft (für das neue Feuerwehrhaus
und den neuen Bauhof) zuzurechnen und auch die offenen Leasingverpflichtungen
mit ca. zwei Mio. Euro, womit sich eine effektive Schuldenlast von
fast 26 Mio. Euro ergibt.
Die Zukunft - nach die Grundstücke verkauft sind - schaut daher
sehr trist aus.
Wie wollen wir künftig ein Minus im ordentlichen Haushalt von
einer Mio. Euro ausgleichen?
Wie wollen wir künftig notwendige Projekte im außerordentlichen
Haushalt finanzieren, wenn die Aufnahme weitere Darlehen unverantwortlich
wäre? Das Land wird neue Darlehen auch kaum genehmigen - Ausnahme
wird die Straßenbahnverlängerung sein, die im mittelfristigen
Plan mit (zu geringen?) 2,7 Mio. Euro geplant ist und die Schuldenreduzierung
der letzten Jahre wird wieder zunichte macht.
Die Gemeinde steht ab 2013 vor der Notwendigkeit von weiteren und
ganz massiven Einsparungen, der Erzielung von Kostendeckungen bei
den Dienstleistungen und wahrscheinlich auch vor neuen Gebührenerhöhungen.
Darauf muss sich der Gemeinderat rechtzeitig vorbereiten, damit
ein blaues Wunder vermieden werden kann - nämlich eine Abgangsgemeinde
zu werden. Er werden sehr unbequeme und unliebsame Entscheidungen
zu treffen sein und dafür ist die Verantwortung zu übernehmen.
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