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Der Prüfbericht des Landes
geschrieben von Hans Schwerer
Freitag, 16. Dezember 2011
Der Prüfbericht des Landes zur finanziellen Gebarung der
Gemeinde von 2008 bis 2011 (Voranschlag) ist eigentlich ein Glücksfall.
Er zeigt den Weg aus der schwierigen finanziellen Situation, die
- wie im Prüfbericht an mahreren Stellen dargestellt - bereits
2001 begann und 2006/2007 ihren kumulativen Höhepunkt hatte
und zum Rücktritt des Herrn Böhm führte...
Im Prüfbericht werden die Bemühungen der Gemeinde in den
letzten Jahre durchaus anerkannt, aber es werden auch sehr drastisch
die noch offenen Themen und Problemfelder aufgezeigt.
Es wird auf eine Vielzahl von weiteren Einsparungsmöglichkeiten
und notwendigen Kostendeckungen hingewiesen - auch auf vorhandene
nachteilige Tatsachen, deren Behebung vielleicht unbequem aber notwendig
sein wird.
Der Weg dazu ist aber ohne Alternative, da die Gemeinde den Haushalt
nur mehr wenige Jahre über die Grundverkäufe stabil halten
kann. Als Abgangsgemeinde - bei den hohen Einnahmen sehr unrühmlich-
würden der Gemeinde und damit der Bevölkerung die Ausgabenreduktionen
und Abgabenerhöhungen vorgegeben werden.
Im Prüfbericht wird auch die Reduzierung der Schulden ebenso
gefordert, wie hingewiesen wird, dass umgekehrt Schulden für
neue Projekte nur wenig Aussicht auf Genehmigung haben werden.
Es liegt daher am Gemeinderat, alles was hier aufgezeigt wurde,
zu diskutieren und möglichst rasch umzusetzen - das ist eigentlich
die große und vielleicht letzte Chance, die genutzt werden
soll.
Einige Kernthemen zum Thema Ausgaben und Kostendeckungen:
Kostendeckung in der Abfallwirtschaft, d.h. Versuch der Kostensenkung,
wahrscheinlich aber auch eine notwendige Gebührenerhöhung.
Weitere Einsparungen bei Subventionen und Förderungen (derzeit
immer noch mehr als doppelt so hoch, als landesseitig zulässig).
Kostendeckungen bei 'Essen auf Rädern' und generell eine Kostenreduktion
des Essenszukaufes vom Netzwerk-Seniorenheim (für Kindergärten,
Schulen und Horte).
Einsparungen beim Personal (Aufwandsentschädigungen, Zulagen,
Belohnungen), der Kosten für das Freibad, für Kindergärten
und Horte, bei der Wirtschaftsförderung und vieles mehr.
Einnahmenerhöhung bei Vermietung, Verleih und anderen Leistungen
der Gemeinde.
Im Prüfungsbericht sehr ausführlich behandelt wurden auch
die hohen Darlehensstände und Rückzahlungsverpflichtungen
für das Netzwerk-Seniorenheim, das Waldstadion und die hohen
Schulden, die von der ('Böhm'schen') Straßenfinanzierungsgesellschaft
übernommen werden mussten.
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