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BIO-Müll II - Alles vermurkst?
geschrieben von Hans Schwerer
Freitag, 11. November 2011
Die Alternative, nämlich BIO-Sackerl statt der Tonne - für alle,
die keine Tonne wollen oder dafür keinen Bedarf haben, ist leider
nur halbherzig verfolgt worden.
In den diversen Aussendungen wurde darauf nicht einmal eingegangen,
in der Ausschreibung wurde das Thema dann total vermurkst.
Leider ist man den bequemeren Weg gegangen – voll auf die Tonne
zu setzen und sich zu wenig um eine wirklich optimale Lösung zu
kümmern. Die Argumente für das BIO-Sackerl wurden zu wenig gehört,
manche haben nicht einmal richtig zugehört.
So haben wir eine Entscheidung, die lang gedauert hat, aber letztlich
eine überhastete und teurere Lösung ist, die nicht alle Bedürfnisse
abdecken wird.
Den Betreibern wurde in der Ausschreibung für die Sammlung des BIO-Sackerl
der gleiche Preis wie für die Tonne zugestanden. Im Entsorgungsausschuss
wurde dann zugegeben, dass das Sackerl ganz wesentlich billiger
sein müsste, da die Entleerung einer Tonne zeitlich sicher einiges
aufwendiger ist, als das Aufladen eines BIO-Sackerls. Durch die
Einsparung könnte die Gemeinde die BIO-Sackerl wahrscheinlich
sogar kostenlos abgeben. Man muss sich daher schon überlegen, 20
€/Jahr für die notwendigen 40 Sackerl zu zahlen, wenn die Gemeinde
den Betreiber um den gleichen Preis überzahlt.
Für Aufregung in der Gemeinderatssitzung sorgte auch, dass
- dadurch das ein Biogasbetreiber gewonnen hat - in die BIO-Tonne
kein Baum- und Strauchschnitt entsorgen werden darf. Es darf keine
Erde und kein Papier in die Tonne - und vielleicht ist auch das
BIO-Sackerl unerwünscht!
Geklärt wurde inzwischen, dass gehäckselter Baum- und Strauchschnitt
entsorgt werden kann - eine unbefriedingende Lösung. Eine Anfrage
betreffend BIO-Sackerl wurde bislang nicht beantwortet.
Vielleicht bringt ja die kommende Sitzung im Entsorgungsausschuss
Aufklärung.
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